Unsere Ortsteile

Die Gemeinde Pommersfelden besteht aus zehn Ortsteilen.

Welche das sind sowie Informationen zum geschichtlichen Hintergrund erhalten Sie im Folgenden.

Die Geschichte des Dorfes Limbach reicht weit zurück: Erstmals im Jahr 1109 als Lintpach urkundlich erwähnt, wurde der Ort 1158 als Besitz des Klosters Münchaurach bestätigt. Auch der etwas außerhalb gelegene Hof Birkach gehörte ursprünglich einem Kloster – dem Stift Michelsberg in Bamberg –, bevor er 1431 ebenfalls an die Abtei Münchaurach abgetreten wurde.

 

Im Zuge der Säkularisation und der Aufhebung der Abtei wurde Limbach dem markgräflichen Klosteramt Münchaurach unterstellt. Kirchlich wurde das Dorf der evangelisch-lutherischen Pfarrei Steppach zugeordnet, die zum markgräflichen Amt Liebenau gehörte. Als „Vogtei Limbach“ ging der Ort schließlich 1724 gemeinsam mit dem Amt Liebenau in den Besitz des Kurfürsten Lothar Franz von Schönborn über.

Historisches Kleinod: Die romanische Chorturmkirche Ein besonderes Highlight im Ort ist die romanische Chorturmkirche, deren Bau um das Jahr 1200 datiert wird. Bis heute zeugen ein kleines Rundbogenfenster und Reste eines Bogenfrieses am Turm von dieser fernen Epoche. Das Patrozinium „St. Peter und Paul“ weist zudem auf eine Stiftung durch die Abtei Münchaurach als damaligem Dorfherrn hin. Im Inneren der Kirche verbirgt sich ein echter Schatz: ein wertvoller Flügelaltar aus dem frühen 16. Jahrhundert.

Foto: Thomas Paulus

Erstmals im Jahr 1303 urkundlich erwähnt, verdankt Oberndorf seinen Namen der geografischen Lage oberhalb des Sambacher Ritterguts. Die Historie des Ortes ist seit jeher eng mit dem benachbarten Weiher verflochten.

 

So reichte der grundherrliche Besitz des dortigen Sitzleins Weiher weit in die Oberndorfer Markung hinein. Ein bedeutender Hof, der 1411 als Lehen von Heinntz Appell an den Ritter Georg Kratz übertragen wurde, taucht im Jahr 1496 erstmals im Besitz der Truchsesse auf.

Foto: Thomas Paulus

Pommersfelden wurde im Jahr 1233 erstmals urkundlich als Bumersfelden erwähnt. Der Name geht vermutlich auf die Siedlung eines sonst unbekannten Bodmar zurück. Bis heute erinnern die bestehenden Nutzungsrechte an der historischen „Gredelmark“ an diese frühen Wurzeln.

 

Das Erbe der Truchsesse

Geprägt wurde die Geschichte des Ortes vor allem durch das Adelsgeschlecht der Truchsess von und zu Pommersfelden. Als Grundherren gestalteten sie über lange Zeit das Dorfbild und prägten das wirtschaftliche sowie religiöse Leben maßgeblich.

Eine neue Ära unter Lothar Franz von Schönborn

Als Friedrich Ernst, der letzte Truchsess, im Jahr 1710 kinderlos starb, vererbte er den Besitz per Testament an den Mainzer Erzbischof und Bamberger Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn. Mit diesem Übergang hielt eine völlig neue Welt Einzug in das ruhige Steigerwalddorf.

Durch den Bau der gewaltigen barocken Schlossanlage Weissenstein änderte sich das Dorfbild grundlegend. Die barocke Architektur griff schnell auf den gesamten Ort über: Mit dem Neubau der Dorfkirche in den Jahren 1750/51, der Errichtung eines Rathauses, der klassizistischen Eleganz des durch Baumeister Küchel neu erbauten Pfarrhauses sowie der Neugestaltung einiger größerer Höfe nahm der neue Stil vollends Besitz von Pommersfelden. Der imposante Schlossbau zog zudem viele katholische Handwerksleute an, die im Dorf Fuß fassten. Sie siedelten sich zu beiden Seiten des Schlosses an und ließen so einen völlig neuen Ortsteil entstehen, der die alte Geschlossenheit des ursprünglichen Dorfes aufbrach.

Foto: Thomas Paulus

Bereits um das Jahr 1000 wurde Sambach in den „Fuldaer Traditionen“ genannt, als Graf Heinrich von Schweinfurt den Ort mitsamt seiner slawischen Bevölkerung an Fulda verschenkte.

 

Einst Sitz der Edelfreien von Heroldsbach-Sambach, beherbergte das Schloss später den Jesuitenorden. Das 1706/09 erbaute Schloss wurde nach Aufhebung des Ordens an die Universität Bamberg übergeben; das einstige Pfarrhaus befindet sich heute in aufwendig renoviertem Privatbesitz.

 

Foto: Thomas Paulus

Das Dorf, das an dem gleichnamigen und im Volksmund „Säubach“ genannten Bach liegt, erscheint bereits 1109 erstmals als Süinaha in den Urkunden. Der nahe gelegene Kratzberg erinnert bis heute an die einst dort stehende Burg der Craze – jene Burg, die noch im Lehenbuch des Bamberger Stifts St. Theodor (1556–1576) als „die purg“ erwähnt wird.

Das Stift St. Theodor sicherte sich in Schweinbach früh Grundbesitz. Auch kirchlich gab es klare Zuordnungen, die sich im Laufe der Zeit wandelten: Gehörte das Dorf anfangs noch zur Pfarrei Schnaid, wurde es später der neu gebildeten Pfarrei Zentbechhofen zugeteilt. Der Zehnt in der Schweinbacher Flur stand hingegen dem Steppacher Pfarrer zu.

Über einige Umwege gelangte das Gut Schweinbach schließlich an die Familie der Truchseß. In deren Urbar aus dem Jahr 1545 sind hier bereits ein großer Hof sowie drei Güter verzeichnet. Später wechselte die Lehnsherrschaft erneut: Ab 1733 trat das Hochstift/Bistum Fulda als Lehensherr über jene Anwesen auf, die von den Grafen von Schönborn erworben worden waren. Die historisch letzte Belehnung erfolgte im Jahr 1804 durch die Grafen von Nassau.

 

Foto: Thomas Paulus

Während der Name Winterbach auf ein nur im Winter wasserführendes Gewässer hindeutet, erklärt sich der historische Ortsname Stetebach – wie das Dorf in den frühesten Urkunden genannt wird – als ein stets Wasser führender Bach.

 

Als vergleichsweise späte Siedlung entstand Steppach wohl erst im 10. Jahrhundert gegen Ende der fränkischen Landnahme. Um das Jahr 1000 wird der Ort schließlich in den Traditionsnotizen des Klosters Fulda erstmals erwähnt.

Im Gegensatz zu Nachbarorten wie Unterköst, Sambach oder Stolzenroth erscheint Steppach nicht in den Würzburger Lehenbüchern. Stattdessen zeichnete sich hier schon früh der Einfluss Bambergs ab: In einer Stiftung aus der Zeit vor 1065 vererbte der Domkanoniker Ezzo dem dortigen Domkapitel Abgaben in Höhe von drei Malter Korn jährlich aus Steppach.

Gegen Ende des 13. Jahrhunderts starb das Geschlecht der Ministerialen von Steppach offenbar aus. Etwas später, im Jahr 1385, lässt sich auch der wachsende Einfluss der Zollern in der Region erstmals urkundlich belegen – veranlasst durch den Verkauf eines Anteils der Burg Liebenau durch Hans von Seinsheim.

Foto: Thomas Paulus

Vom einstigen Wasserschloss des Adelssitzes Stolzenroth sind heute nur noch wenige Spuren im Gelände sichtbar. Seine erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1249: In den Dokumenten werden Hermann und Eberhard von Stolzenrode als Widersacher des Bamberger Ägidienspitals genannt.

 

Zur Erklärung des Ortsnamens griffen Ziegelhöfer und Hey auf die Vermutung zurück, dass sich hier einst eine slawische Knochenstätte, also ein Gebeinfeld, befand.

 

Ursprünglich stand Unterköst unter der Lehnsherrschaft des Hochstifts Würzburg. Dass in der Region einst auch Weinbau betrieben wurde, belegt eine Urkunde aus dem Jahr 1482, in der hier noch Weingärten erwähnt werden. In späteren Beschreibungen setzt sich der Ort schließlich aus fünf markgräflichen und zwei Stiebarschen Höfen zusammen, zu denen auch eine Schäferei sowie Teiche gehörten.

Foto: Thomas Paulus

Den Namen verdankt der Ort den zahlreichen Weihern in seiner Umgebung.

 

Während viele davon im frühen 19. Jahrhundert trockengelegt und in Wiesen umgewandelt wurden, sind der Dorfweiher sowie der Große Gröthernsee im nahe gelegenen Waldgebiet bis heute erhalten. Auch besitzgeschichtlich gab es eine markante Wende: Nach dem Erlöschen der Linie der Truchsesse von Pommersfelden fiel die Ortsherrschaft im Jahr 1710 an den Bamberger Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn.

Foto: Thomas Paulus

Die erste Überlieferung des Ortes stammt aus dem Jahr 1128 unter dem Namen Winede. In einer Schutzurkunde für das Bamberger Stift St. Theodor aus dem Jahr 1174 wird er schließlich als „Ditgerswinden“ erwähnt.

 

Noch bis zum Ende des Alten Reiches [um 1806] ist der Besitz des Bamberger Stifts St. Theodor im Ort nachweisbar. Ein stummer Zeuge der regionalen Adelsgeschichte bleibt der „Cratzberg“ bei Wind: Sein Name erinnert an die einst dort aufragende Burg der Herren von Cratz. Nachdem die Wehranlage zerstört worden war, verlegte das Ministerialengeschlecht seinen Familiensitz schließlich nach Sambach.

Foto: Thomas Paulus

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